Mit der VR-Brille auf den Mond fahren

Die Digitalisierung ermöglicht auch bei Kunst und Kultur neue Wege. Gemälde oder hochempfindliche Objekte lassen sich zu Hause am PC anschauen. Und im Museum tauchen Besucher dank virtueller Realität in neue Welten ein.

Wer kurz mal ins Weltall möchte, muss nach München kommen: Im Deutschen Museum ist eine Fahrt über den Mond möglich – dank virtueller Realität!

Fremde Welten mithilfe digitaler Technologien erlebbar machen, damit bildet das traditionsreiche Haus in der Landeshauptstadt keine Ausnahme. Zahlreiche Kultureinrichtungen im Freistaat haben die Chancen für sich erkannt – und nutzen sie, um den Besuchern ihre Themen noch lebendiger und anschaulicher zu vermitteln.

Alte Stadtansichten werden auf dem Tablet lebendig

So hat sich etwa das Museum Bayerisches Vogtland in Hof (Oberfranken) mit der vorbildlichen Aufarbeitung der Stadt- und Regionalgeschichte einen Namen gemacht. Neben Technik, Handwerk und Gewerbe zeigt das Museum auch Insekten, Reptilien und Amphibien. Es hat zudem eine kreative Lösung in Sachen Kunst gefunden: Da die Sammlung der Stadt Hof nicht öffentlich zugänglich ist, hat das Museum eine „Virtuelle Galerie“ aufgemacht – für die es 2.400 Werke digitalisiert hat. Der Besucher kann nach einzelnen Objekten suchen oder virtuell durch die Ausstellung flanieren.

Auch das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg (Oberpfalz) hat eine aufsehenerregende digitale Installation: Im Kulturkabinett „Heimat im Kleinformat“ steht ein riesiger Leuchttisch mit einem Reliefbild, das den Freistaat von oben zeigt.

Der Besucher nimmt sich ein Tablet, visiert einen beliebigen Ort an – und erhält Statistiken, historische Fotos und Ortsansichten. Das Ganze basiert auf der Augmented-Reality-Technik, bei der Exponate aus der Realität durch computergestützte Daten virtuell erweitert werden.

Und dann ist da natürlich die Mondfahrt im Deutschen Museum! Virtuell rast der Besucher auf die Landekapsel der Apollo 17 zu, schlägt rechts ein und düst an der US-Flagge vorbei, die die Astronauten in die Mondoberfläche gerammt haben. Der Rover legt sich rasant in die Kurve, braust über Hügel, quert Krater. „Wirklich eindrucksvoll“, lauten die einhelligen Urteile.

Möglich ist das dank einer Virtual-Reality-Installation, bei der der Nutzer eine Spezialbrille trägt, die ihn virtuell auf den Mond beamt. Der bewegliche Sitz, auf dem der Besucher dafür Platz nimmt, lässt ihn zudem jede Kurve und Beschleunigung spüren.

Burgen und Schlösser vom Sofa aus bestaunen

Übrigens: Kunst lässt sich dank Digitalisierung auch vom Sofa zu Hause aus genießen. Der Freistaat Bayern hat mit der Site bavarikon.deein Internetportal geschaffen, über das man kostenlos Gemälde und Grafiken, Stadtpläne und Landkarten sowie Burgen und Schlösser näher unter die Lupe nehmen kann – zum Teil sogar in 3-D-Grafik.

 

Quelle:

Foto: Volle Fahrt voraus: In einer Simulation steuert ein Besucher im Deutschen Museum in München mit dem Rover über den Mond. (c) Deutsches Museum/Time in the Box GmbH

https://www.aktiv-online.de/ratgeber/mit-der-vr-brille-auf-den-mond-fahren-3848

 

 

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