Virtual Reality für Bauberufe

Baugewerbeverband spricht Jugend mit 360-Grad-Video auf der NordBau an

Nach dem Besuch von JP Kraemer im vergangenen Jahr zum Schülertag auf der NordBau hält die Bauwirtschaft auch in diesem Jahr etwas ganz Besonderes für die Jugend bereit. Mit einer 3-D-Brille können sich Schüler live anschauen, wie die Arbeit auf dem Bau läuft.

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) hat ganz aktuell kurze Videos in 360 Grad gedreht, die in Virtual Reality (VR) einen typischen Arbeitstag am Bau abbilden. Angefangen wird bei der Arbeitsausstattung zu Tagesbeginn und dann werden im weiteren Verlauf verschiedene Tätigkeiten auf der Baustelle simuliert – das Ganze im Rundumblick mit 360-Grad-Perspektive. Zu sehen sind diese Videos mit einer speziellen VR-Brille.

„Unter dem Motto ‚dein erster Tag’ wird der Alltag auf der Baustelle unmittelbar medial erlebbar. Wir haben zur Auswahl einen Film, der in Schleswig-Holstein gedreht worden ist, bei unserem Verbandsmitglied und Innungsbetrieb, der Mengel Landtechnik und Brunnenbau GmbH“, sagt Jan Jacobsen, Geschäftsführer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein (BGV SH). Beim zweiten Film, der auf der NordBau gezeigt wird,  geht es um ein Straßenbauunternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Die Produktion für Filme in weiteren Bauberufen wie beispielsweise Zimmerer, Maurer oder Fliesenleger läuft.

Die Filme zum Brunnenbau und Straßenbau werden an allen Tagen, auch am Schülertag (Donnerstag 12. September), auf der NordBau gezeigt und zwar beim BGV SH (Halle 5, Stand 5222).

Heute werden von der Bauwirtschaft und dem Handwerk moderne Medien eingesetzt, um über Ausbildungsberufe und Karrierewege zu informieren. „Wenn es darum geht, Jugendliche zu erreichen, sprechen wir deren Sprache und wir erreichen sie mit modernen Medien und auf deren Kanälen“, erklärt Jacobsen.

Werbung um Nachwuchs ist in den Bauberufen notwendig. Hier macht sich jetzt die Zurückhaltung von Auszubildenden vor einer Lehre/Ausbildung am Bau in den letzten zehn bis 15 Jahren bemerkbar. Statistisch war schon länger absehbar, dass eine überalterte Belegschaft nicht proportional durch nachrückende Gesellen aufgefangen werden kann. „Die Zahlen der Auszubildenden müssen steigen und zwar bald. Denn bis zum Gesellen braucht der Auszubildende mindestens drei Jahre und dann noch einmal ein bis zwei Jahre Berufserfahrung, ehe er auch tatsächlich Fachkraft im Wort- und Tatsinne ist“, sagt Jacobsen. Auch langfristig herrsche Bedarf, denn gebaut wird immer.

Obwohl Bauen heute zwar Handwerk, aber zudem auch Hightech und digital ist, hat es noch immer ein schlechtes Image – trotz guter Bezahlung. „Hier muss ein Umdenken forciert werden: weg vom Akademiker und hin zum Handwerk, in der Gesellschaft muss das ankommen und in den Schulen“, sagt Jacobsen. Genutzt werden soll die Messe auch mit dazu, junge Menschen über die Vielzahl moderner Bauberufe und die sehr guten Berufsaussichten und Karrierechancen im Baugewerbe zu informieren. Am 12. September werden bei der „Faszination Bauberufe nordjob-Bau“ mehr als 1.000 angemeldete Schüler/innen von Schulen aus Norddeutschland erwartet.

 

Quelle: Baugewerbeverband Schleswig-Holstein: BGV SH

https://press.lectura.de/de/article/virtual-reality-fuer-bauberufe/48378

 

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